Das Amtsgericht Jever

Das Amtsgericht Jever
Foto: E. Siefken

Das Amtsgericht Jever ist heute in mehreren zusammenhängenden Gebäudeteilten untergebracht. Es handelt sich dabei einmal um das “Richthaus”, dessen über eine zweiläufige Freitreppe zu erreichendes Untergeschoss in den Jahren 1703/1704 unter dem Fürsten Carl Wilhelm von Anhalt-Zerbst erbaut wurde. Nach dessen Bau durften Gerichtssitzungen nicht mehr in den Privathäusern der Richter abgehalten werden. Das Obergeschoss des Gebäudes wurde erst 1827 unter Herzog Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg aufgestockt. Zur Ostseite ist das Gebäude 1884 um einen Anbau erweitert worden. Der älteste Teil des heutigen Amtsgerichts befindet sich im westlichen Teil des Gebäudes. Es handelt sich um den ehemaligen “Marstall”, der ca. 1620 erbaut wurde und ursprünglich als “Ballhaus” für Ballspiele, einer Art Tennis, diente. Vor der grundlegenden Renovierung der Bauten in den Jahren 1993 bis 1997 wurde es als Büro- und Abstellraum sowie in einem Anbau als Hausmeisterwohnung genutzt.

Quelle: http://www.amtsgericht-jever.niedersachsen.de

Edo-Wiemken-Denkmal in Jever

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Indianer gibt es in Jever natürlich nicht, doch wer in der Geschichte des Jeverlandes stöbert,wird erfahren, dass die Regenten im ostfriesischen Raum auch als Häuptlinge bezeichnet wurden. Dem letzten Regenten des Jeverlandes, Edo Wiemken, wurde in der Stadtkirche ein Denkmal gesetzt. Das Edo-Wiemken-Denkmal wurde 1561 bis 1564 von Schülern des Antwerpener Bildhauers Cornelis Floris errichtet.  Es gilt als ein bedeutendes Beispiel später Niederländischer Renaissancekunst. Edo Wiemken der Jüngere war der letzte männliche Regent des Jeverlandes. 50 Jahre nach seinem Tode hat seine Tochter, Fräulein Maria von Jever, dieses Denkmal erbauen lassen.