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Ostern Brauchtum und Bedeutung

Bald ist es wieder soweit und Ostern steht vor der Tuer. Am 04. April ist bereits Ostersonntag. Doch warum feiern wir Ostern eigentlich?

Ostern
Fröhliche Ostern 2010 – Foto: Siefken

Ostern ist das Fest der Auferstehung von Jesus Christi. Ostern ist neben Pfingsten das älteste und höchste Fest der christliche Kirche. Für den Ostertermin war ursprünglich das jüdische Pessach maßgebend, auf dem 1. ökumenischen Konzil von Nikäa (325) wurde der erste Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond als Festtermin bestimmt. Seit Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. sind jährlich wiederkehrende christliche Osterfeiern mit Gottesdiensten belegt. Diese wurden zunächst als Versinnbildlichung des Überganges vom Tod zum Leben und damit der Auferstehung Jesu als nächtliche Eucharistiefeiern (Vigilien) begangen. Seit dem 6. Jahrhundert kontinuierlich auf den Karsamstagmorgen vorverlegt, gilt seit dem 16. Jahrhundert der Gottesdienst am Ostersonntag als eigentliche Osterfeier; die orthodoxen Kirchen haben die Nachtfeier bis heute als Hauptfest beibehalten. – Die Herkunft des deutschen Namens Ostern ist unsicher. Verschiedenene Erklärungsmodelle leiten das Wort von altgermanisch austro “Osten” als Himmelsrichtung der Morgenröte ab, damit zusammenhängend von ahd. ostara als Bezeichnung eines heidnischen Frühlingsfestes; möglicherweise auch von ahd. eostarum als Übersetzung von lateinisch hebdoma alba “Woche der weißen Kleider” (der um dieser Zeit Getauften). – Die zahlreichen Osterbräuche sind teils christlich-mythologischer (Osterlamm, Osterei), teils germanischer (Osterfeuer), aber auch ungeklärter (Osterhase) Herkunft.

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Osterfeuer – Brauch zu Ostern

Zu Ostern ist es ein alter Brauch am Ostersamstag ein Osterfeuer zu entzünden.

Osterfeuer

Das Entzünden eines Osterfeuers ist bereits seit dem Mittelalter bekundet. Der Feuer-Brauch ist wahrscheinlich aber noch älter und geht, wie man vermutet, auf eine Tradition der Germanen zurück. Das Osterfeuer sollte den Winter und böse Geister vertreiben.

Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze – Die große Ausstellung zur archäologischen Weltsensation in Ägypten. Die Tutanchamun Ausstellung in Hamburg findet noch bis zum 18. April statt bei der alten “Oberpostdirektion” am Stephansplatz.

Tutanchamun-Maske
Die Maske des Tutanchamun. Die elf Kilo schwere Maske befand sich über dem Kopf der Mumie von Tutanchamun. Foto: Siefken

Eine Zeitreise in die geheimnissvolle Welt des Alten Ägypten. Als der Archäologe Howard Carter am 26 November 1922 zum ersten Mal das Grab des Pharaos Tutanchamun öffnete, war er überwältigt von den Schätzen, die sich seinen Augen boten.

Tutanchamun-Grabkammer
Die Vorkammer: Das Tutanchamun Grab befindet sich in einem Felsen und besteht aus vier Kammern. Hier sieht man die Vorkammer. Als Howard Carter diese erblickte, sagte er, dass er “wundervolle Dinge” sähe. Foto: Siefken

Vier Kammern lagen vor ihm, teilweise bis zur Decke gefüllt mit Grabbeigaben von unermesslichem Wert, die den toten König Tutanchamun auf seiner Reise ins Jenseits begleiten sollten: Schmuck, Kultobjekte, Amulette, Truhen, Stühle, Waffen, Musikinstrumente, Insignien der Macht – gefertigt in meisterhafter Handwerkskunst aus den schönsten Materialien wie Ebenholz, Alabaster, Edelsteinen – und immer wieder Gold. Und inmitten all dieses berauschenden Prunks der Höhepunt: die rundrum mit Wandbildern bemalte Grabkammer mit den Schreinen und Särgen des Pharaos Tutanchamun, die Mumie bedeckt von einer Totenmaske, die in ihrer Schönheit und Erhabenheit alles übertraf, was man bisher gesehen hatte.

Tutanchamun-Schatzkammer
In der Schatzkammer befand sich dieser Schrein, der vom Gott Anubis bewacht wurde. Er enthielt vor allem Schmuck und Alabasterschalen, die für die Bestattungsriten verwendet wurden. Foto: Siefken

Die Ausstellung “Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze” in Hamburg macht das Wunder dieses Augenblicks – das Eintreten in eine überwältigende Schatzkammer, das Entdecken einer verloren geglaubten Welt und ihrer Wunder – für die Besucher mit allen Sinnen erlebbar. Die Faszination des vergangenen exotischen Reichs am Nil wird mit neuesten Mitteln wieder lebendig. Drei Grabkammern des Tutanchamun wurden original- und maßstabsgetreu nachgebaut, so dass die Besucher einen authentischen Raumeindruck erhalten. Über 1.000 Repliken der wichtigsten Fundstücke, gefertigt von ägyptischen Kunsthandwerkern, sind in der Tutanchamun Ausstellung zu bewundern.

Tutanchamun-Thron
Der Thron des Tutanchamun besteht aus vergoldetem Holz. Auf der Lehne sind Tutanchamun und seine Frau dargestellt. Das Königspaar wird von der Strahlensonne des Aton mit Leben beschenkt. Aton war der Hauptgott der Amarna-Religion, von der sich Tutanchamun abwandte. Foto: Siefken

TutanchamunTutanchamun war ein ägyptischer König der 18. Dynastie, um 1333-1323 v. Chr., Sohn des Echnaton mit der Nebenfrau Kija, gelangte 9-jährig auf den Thron und kehrte zur herkömmlichen Götterverehrung zurück (Aufgabe der Sonnenreligion). Sein unversehrtes, mit kostbaren Beigaben ausgestattetes Grab wurde am 4. 11. 1922 von Howard Carter im Tal der Könige entdeckt; die Funde befinden sich heute im Ägyptischen Museum in Kairo.

Howard CarterSir Howard Carter war ein englischer Archäologe, * 9. 5. 1873 Swattham, Norfolk, † 2. 3. 1939 London. Howard Carter entdeckte bei Ausgrabungen in Theben (Ägypten) mehrere Königsgräber, darunter das von Amenophis I., der Königin Hatschepsut und Thutmosis‘ IV. sowie 1922 das Grab des Tutanchamun. Durch die Entdeckung des nahezu unberaubten Grabes des Tutanchamun erlangte Howard Carter weltweit Beachtung.

Weitere Bilder von der Tutanchamun Ausstellung »

In Hamburg steht auf der Alster noch immer die berühmte Alstertanne. Normalerweise wird der Weihnachtsbaum bereits Mitte Januar abgeräumt, aber wegen des Dauerfrostes war die Alster bekanntlich wochenlang zugefroren, so dass ein Abtransport bisher nicht möglich war. Im Hintergrund des Bildes ist gut zusehen ein Plakat mit der Aufschrift “Pop life” – eine Austellung in der Hamburger Kunsthalle über berühmte Künstler wie Andy Warhol, Jeff Koons und Damien Hirst.

Alstertanne Pop-Life
Alstertanne und Plakat mit Pop Life – Foto: Siefken

Pop Life vereint spektakuläre Werke einiger der bekanntesten Künstler der vergangenen Jahrzehnte. Andy Warhol, Jeff Koons, Damien Hirst und andere haben dabei eines gemeinsam: Sie haben sich bewusst auf die Massenmedien eingelassen und ihre Kunst ebenso wie ihr Image bewusst mit Blick auf eine durch und durch kommerzialisierte Gesellschaft inszeniert. Dabei nehmen sie wechselnde Rollen an, sei es als Galerist, Kunsthändler, Kurator, Fälscher, Auktionator oder Prominenter.

Am Beginn der Ausstellung steht Andy Warhol, der um 1968 damit begann, sich in seinen Werken selbst zu zitieren, der in Fernsehspots auftrat, das Promi-Magazin „Interview“ herausgab und sich mit den Reichen und Schönen, den Stars und Sternchen New Yorks umgab. Warhols berüchtigte Maxime, dass gute Geschäfte die beste Kunst seien, ist zum Credo für eine Vielzahl jüngerer Künstler geworden, angefangen bei Keith Haring über Jeff Koons, Martin Kippenberger und die Young British Artists bis zu Maurizio Cattelan, Damien Hirst und Takashi Murakami. Eine solch offene Vermischung von Kunst und Kommerz wird gemeinhin als „Verrat“ an den Idealen der modernen Kunst angesehen. Pop Life bietet nun nicht nur die Möglichkeit, dieser für den gegenwärtigen Zustand der Welt höchst charakteristischen Kommerzialisierung auf den Grund zu gehen. Sie zeigt auch, dass gerade im schonungslosen Umgang mit dem Thema herausragende Werke entstanden sind, die zwischen Affirmation und Kritik changieren.

Die Ausstellung Pop Life findet statt vom 12. Februar bis 9. Mai 2010 in der Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall, 20095 Hamburg.



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