Minenjagdboot M 1068 DATTELN

Ostsee – Weltkriegsmine durch deutsches Marineschiff gesprengt.

Spengung einer Ankertaumine in der Ostsee
Spengung einer Ankertaumine in der Ostsee. Aufnahmeort: Heiligenhafen, Foto: Björn Wilke

Glücksburg – Eine aus dem 2. Weltkrieg stammende Mine wurde heute um 11.00 Uhr durch das Minenjagdboot DATTELN gesprengt. Die auf dem Meeresgrund liegende Ankertaumine wurde ca. zwölf Kilometer vor Olpenitz gefunden. Das Minenjagdboot DATTELN befindet sich derzeit auf einer Übungsfahrt und hatte die Mine heute morgen geortet.

Minenjagdboot M 1068 DATTELN
Minenjagdboot M 1068 DATTELN in schwerer See – Foto: PIZ Marine

Wald-Skandal in der Wentorfer Lohe bei Hamburg

„Klimaschutz“ – alles nur leeres Gerede? Natursünde in der Wentorfer Lohe bei Hamburg! Die Politiker in Berlin reden ständig vom „Klimaschutz“ – jeder Bürger soll mit „anpacken“. Man redet von „Glühbirnen“, die verboten werden sollen, redet vom Schutz des Regenwaldes usw. – „Klimawandel“ ist zur Zeit „In“. Damit kann man gut auf Wählerfang gehen. Nur wie kann es dann angehen, dass es erlaubt sein soll, wegen der angeblichen „Verkehrssicherheit“, dass teilweise über 100 Jahre alte gesunde Eichen gefällt werden dürfen?

 wentorfer-lohe8.JPG
Rücksichtlos abgeholzte Bäume in der Wentorfer Lohe – Foto: Siefken

Die Abholzung des Waldes in der „Wentorfer Lohe“ bei Hamburg stößt auf immer mehr Empörung und Unverständnis bei den Bürgern. Wieso dürfen alte Bäume einfach so abgeholzt werden? „Klimaschutz“ – alles nur leeres Gerede? Die folgende Bilderdokumentation zeigt auf, dass hier auch völlig gesunde Bäume rücksichtslos gefällt wurden!

Wentorf/Wohltorf/Börnsen: Die Wentorfer/Wohltorfer Lohe, ehemaliges Truppenübungsgelände, steht in der Nachrückerliste für das Programm Nationales Naturerbe. Dieses sieht die Übertragung bundeseigener Flächen in Länderbesitz zu Händen der Naturschutzstiftungen vor. Eine Übergabe würde den Status als Naherholungsgebiet auf Dauer sicherstellen, ein Zeitpunkt ist allerdings noch nicht festgelegt. Die jetzt seit etwa zwei Monaten laufenden Fällarbeiten haben jedoch Naturschützer und Erholungssuchende alarmiert. Wurde zunächst von der Forstbehörde glaubhaft versichert, es würde nur eine Pflegemaßnahme stattfinden, so wurde bald klar, dass hier eher von einem schnellen Ausräumen kurz vor der Übergabe die Rede sein musste.

wentorfer-lohe14.JPG
Hat diese alte Eiche vielleicht schon zu Zeiten Napoleons gestanden? Egal, jetzt stellt sie eine „Verkehrsgefährdung“ dar und muss sterben. Foto: Siefken

Nicht nur Erholungssuchende, auch der Naturschutzwart und Kreistagsabgeordnete der Grünen, Klaus Tormählen, sowie der Lohe-Anlieger Sören Kuhrt, beide aus Börnsen, waren empört. Handlungsbedarf war angezeigt. Recherchen beim Bundesamt für Naturschutz ergaben, dass die Fällaktion nicht rechtens war. Es existiert nämlich ein Abkommen zwischen Naturschutzamt und der Bundes-Vermögensabteilung, dass eine Entwertung der zukünftigen Naturerbe-Flächen durch kommerzielle Baumentnahme ausgeschlossen wird. Die Bundesbehörde verfügte nach der Inkenntnissetzung durch den Naturschutzwart einen Stopp der Baumfällung. Versprochen wurde, nur noch „verkehrsgefährdende“ Bäume zu beseitigen.

wentorfer-lohe17.JPG
Die Bundeswehr ist zwar lange weg und zur Zeiten der Bundeswehr sah es in der Wentorfer Lohe besser aus als auf diesem Schlachtfeld. Foto: Siefken

Als die ausführende Firma trotz Sägeverbot weitermachte und wertvolle Eichenstämme fernab der Wege im Rekordtempo abnahm, taten sich spontan Bürger, Vertreter der Grünen und Mitglieder der Naturschutzverbände aus Börnsen und Umgebung zusammen und planten eine Protestaktion. Am Montagmorgen, dem 28. Januar zogen sie mit Plakaten und Schildern in die Lohe zur „Mahnwache“. Doch der Sägetrupp erschien nicht. Dafür stieß Wentorfs Bürgermeister Mathias Heidelberg hinzu. Er wurde von der Gruppe aufgefordert, die Forstbehörde zu kontaktieren und das Ausmaß der chaotischen Fällaktion anzuprangern. Wenig später kam von der obersten Forstbehörde die Mitteilung, dass ein absolutes Arbeitsverbot verhängt worden sei. Lediglich die Abfuhr des Schreddergutes dürfe fortgesetzt werden. Für die nächste Woche wurde eine Ortsbesichtigung mit Vertretern von Bund, Land und dem örtlichen Naturschutzwart festgesetzt, nach der dann über das weitere Vorgehen entschieden werden soll.

6. Februar Ortstermin Lohe: Raubbau geht weiter!

wentorfer-lohe11.JPG
Auch gesunde alte Eichen wie diese wurden gefällt! Foto: Siefken

Bei dem Ortstermin haben die Vertreter der Bundesforstbehörde angekündigt, den Kahlschlag fortzusetzen. Sie begründen die Maßnahme mit der Verantwortlichkeit für Verkehrssicherheit. Es hätte sich in Verfahren gegen Waldbesitzer gezeigt, dass das Waldgesetz („Betreten auf eigene Gefahr“) für die Gerichte nicht maßgeblich sei, sondern das Bürgerliche Gesetzbuch. Danach sei ein Besitzer von Eigentum verpflichtet, Schaden von den Menschen abzuwenden. Deshalb müsse radikal alles tote Holz an Wegen entfernt werden. Dazu solle in gewissen Abständen zwar ein Baum stehen bleiben, aber die Bäume drumherum müssten gefällt werden, damit später mit der Hebebühne die toten Äste entfernt werden können. Das Programm Naturerbe sei für die Förster nicht bindend, da kein schriftlicher Vertrag vorliege.

Weblink: www.gruene-kv-lauenburg.de

Update: 27. Februar 2008 – Stellungnahme zur „Wentorfer Lohe“ Bündnis 90/Die Grünen, Detlef Matthiessen:

Die Verkehrssicherungspflicht darf kein Freibrief sein, um fröhlich die Säge zu schwingen
Im Bereich der „Wentorfer Lohe“ im Kreis Lauenburg sowie an der B76 wurden in den vergangenen Wochen massiv alte Bäume gefällt. Die zuständigen Behörden begründeten dies mit der „Verkehrssicherungspflicht“. Dazu erklärt umweltpolitische Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Detlef Matthiessen:

„Verkehrssicherungspflicht“ bedeutet, dass der Verkehr vor herabfallenden Ästen oder morschen Bäumen geschützt werden soll. Ein Waldweg muss nicht gesichert werden wie eine Autobahn. In den vorliegenden Fällen wurden die Pflegemaßnahmen von Fremdfirmen  durchgeführt, die mit Holz bezahlt wurden. Daher waren sie besonders an alten, wertvollen Bäumen interessiert. Es ist zynisch, wenn dies als „Knickpflege“ bezeichnet wird. Die Verkehrssicherungspflicht darf kein Freibrief sein, fröhlich die Säge zu schwingen, um wertvolles Eichenholz auf dem Holzmarkt zu versilbern.

Ich erhebe schwere Vorwürfe gegen die Landesregierung: Sie sieht diesem seit Wochen bekannten Raubbau in der „Wentorfer Lohe“ tatenlos zu. Herr von Boetticher muss seinen Einfluss auf die Bundesforstverwaltung und den Landesbetrieb Straßenbau geltend machen, um den Raubbau an den wertvollen Bäumen zu stoppen.

Weblink: sh.gruene-fraktion.de

Update: 28.Februar 2008: Die BUND-Landesvorsitzende Sybille Macht-Baumgarten äußert sich zur „Wentorfer Lohe“:

BUND: Abholzen des Nationalen Kulturerbes „Wentorfer Lohe“ sofort stoppen!

Trotz erbitterter Proteste der Bevölkerung räumen die Bundesforsten seit Tagen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz „Wentorfer Lohe“ vor den Toren Hamburgs brutal die alten Eichen und Buchen ab – ehe sie den 240 Hektar-Wald an das Land Schleswig-Holstein als „Nationales Naturerbe“ abgeben müssen.

Die Proteste auch von Bürgermeistern, Kreis- und Bundestagsabgeordneten spornen nur zu noch schnellerem Abräumen an.

„Zynisch und wider besseres Wissen deklariert der Bundesforst die Waldverwüstung als fürsorglichen Schutz der Spaziergänger vor evtuell herabfallenden Ästen im Rahmen ihrer „Verkehrssicherungspflicht“, kommentiert die BUND-Landesvorsitzende Sybille Macht-Baumgarten. „In Wahrheit macht der Bundesforst kurzfristig Kasse auf Kosten des Nationalen Naturerbes.“ Was die Zentrale der Bundesförster in Hannover dabei „übersieht“: Im Schleswig-Holsteinischen Landeswaldgesetz von 2004 ist die Verkehrssicherungspflicht für Waldeigentümer abseits von öffentlichen Verkehrsstraßen in § 19 ausdrücklich aufgehoben worden.

Offensichtlich nicht zufällig ist bei dieser Affäre das Abtauchen der für den Schutz des Waldes in Schleswig-Holstein zuständigen Stellen wie Untere Naturschutzbehörde, Forstaufsicht und Umweltministerium. Das Umweltministerium und die Untere Naturschutzbehörde Ratzeburg bescheinigten, dass alles in Ordnung sei. Aus Kreisen im Umfeld des Umweltministers verlautet, dass der Minister nicht gegen etwas einschreiten könne, was er demnächst mit den eigenen Landesforsten auch vorhabe. Die schleswig-holsteinischen Landesforsten sind ab Januar 2008 eine gewinnorientierte „Landesanstalt“ geworden, die bisherige Vorbildfunktion des Waldgesetzes wurde aufgehoben.

„Wie heute in der Wentorfer Lohe werden bald in der neuen Schleswig-Holsteinischen Landesforstanstalt die alten Eichen und Buchen fallen, um kurzfristige Gewinne zu Lasten einer naturnahen und nachhaltigen Entwicklung unserer Wälder einzufahren.“, befürchtet Macht-Baumgarten. „Wir fordern Minister von Boetticher dringend auf, umgehend diese Abholzaktion zu stoppen und den Wald für die erholungsuchenden Bürger und die kommenden Generationen zu erhalten!“

Die „Wentorfer Lohe“ gehört zu jenen 125.000 Hektar bundeseigener Flächen, die nach Beschluss der Bundesregierung als vorbildlicher Beitrag zur Sicherung der Biologischen Vielfalt in Deutschland als „Nationales Naturerbe“ dauerhaft in hoher naturschutzfachlicher Qualität sichergestellt werden sollen. Dazu gehört auch das „Grüne Band“ entlang der früheren innerdeutschen Grenze.

Das Bundesumwelt- und das Bundesfinanzministerium (mit den Bundesforsten) hatten schon 2006 vereinbart, diese Flächen sofort zu sichern und in ihrem Naturschutzwert zu erhalten. Nun haben die Bundesforsten, neuerdings als Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BfI) organisiert, jetzt noch schnell fast alle alten, verkaufsfähigen Eichen und Buchen gefällt und verkauft. Zurück bleiben jüngere, naturferne Fichten- und Lärchen-Monokulturen.

Diese werden dann als „gesamtstaatlich repräsentative Naturschutzflächen des Bundes“ an die Landesstiftung Naturschutz Schleswig-Holstein übergeben – als abgeholzte Forstfläche und als Schandmal für ein Nationales Kulturerbe.

Weblink: bund-sh.de

Der Fruehling ist da!

Auch in Hamburg und Umgebung sind die ersten Vorboten vom Frühling zu entdecken: Die ersten Blumen erfreuen uns schon wieder mit ihren Blüten. Spring, primavera, printemps …

fruehling - Blumen
Die ersten Frühlingsblumen: Fotos: Siefken
 
fruehling-11-02-2.JPG              fruehling-11-02-3.JPG

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

(Eduard Mörike)

Die Alte Post in Hamburg

Hamburg: Die Alte Post – Bild von der Hamburger Innenstadt

Die Alte Post in Hamburg
Die Alte Post in Hamburg – Foto: Siefken 

Die Alte Post an der Hamburger Poststraße entstand 1847 aus dem Bedürfnis, die verschiedenen in Hamburg tätigen Postanstalten zusammenzufassen. Die Hamburgische Stadtpost, die Thurn und Taxis’sche Post, die Hannoversche Post und die Kgl.Schwedische Post hatten hier ihre Dienststellen. Ihre Wappen und Embleme befinden sich noch an den Portalen. (de.wikipedia.org)

1 2